Betriebsbesichtigung bei Scherer und Trier

Schwürbitz / Michelau. Am vergangenen Freitag führte die Junge Union Schwürbitz unter Leitung von Carlo Scheidt eine Betriebsbesichtigung bei Scherer und Trier durch. Anhand einer Filmvorführung verschafften sich die Teilnehmer einen groben überblick über eines der größten Unternehmen des Landkreises. Daraus wurde deutlich, dass Scherer und Trier die Geschichte und Entwicklung von Michelau seit 1967 entscheidend mitgestaltet und beeinflusst hat und dass aus dem ehemaligen „Garagen-Betrieb“, der zuerst nur für die Korbwarenindustrie herstellte, ein modernes Hightech Unternehmen geworden ist, das auf seinen Spezialgebieten zur Weltspitze gehört. Dies sei nur durch das technische „Know-how“ von Lothar Trier und das nötige Startkapital der Familie Scherer möglich gewesen, so Scheidt. Scherer und Trier ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das neben der „Zentrale“ in Michelau noch Werke in Schweden und Mexiko und ein Verkaufsbüro in den USA besitzt. Außerdem gibt es Kooperationen mit einem tschechischen und einem chinesischen Unternehmen. Anschließend bekam man Einblick in das Büro, von wo aus sämtliche Schritte von der Idee bis zum fertigen Produkt koordiniert werden. Im Technikum wurde eindrucksvoll von einem Mitarbeiter am Computer am Beispiel einer Seitenschutzleiste erläutert, welche Wünsche und Vorgaben des Kunden berücksichtigt werden müssen, bis diese später an die Karosserie montiert werden kann. Hier kommt es auf jeden Zehntel-Millimeter an. Wenn der Zeichner einen Fehler macht und dieser in Produktion geht, können tausende von Teilen nicht verwendet werden. Daraufhin wurde man in die Extrusion geführt. Hier konnten die bis zu 25 Meter langen Extruder bestaunt werden, mit denen z. B. Frontscheibenleisten hergestellt werden. In einer Spritzgussabteilung wurde anschaulich demonstriert, wie aus drei verschiedenen Extrusionsteilen eine fertige Frontscheibeneinfassung, z. B für den 5er BMW, gefertigt wird. Beeindruckt war man auch von der Größe der Spritzgussmaschinen und von der Geschwindigkeit und Präzision der Roboter. Danach schaute man in die logistische Abteilung, wo pro Tag bis zu 70 LKWs be- und entladen werden. Schließlich kam man auch noch zum neuesten Bau von Scherer und Trier, der modernsten Lackiererei Europas. Hier werden täglich riesige Mengen von Autoteilen lackiert. Die Führung endete um 18.00 Uhr. Abschließend bedankte sich 1. JU-Vorsitzender Daniel Thiem noch recht herzlich bei Carlo Scheidt für die fachkundige Führung.

Foto und Text: Thomas Höppel „th“

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